Abitur Sachsen 2026
Schriftliche Prüfungen ab 20. April 2026 – nur 2 Jahre Oberstufe, hohes MINT-Niveau bundesweit bekannt
📅 Geplanter Start der schriftlichen Prüfungen: 20. April 2026
So läuft das Abitur in Sachsen ab
Das Abitur in Sachsen umfasst fünf Prüfungsfächer. Die ersten drei werden schriftlich geprüft: Deutsch und Mathematik sind verpflichtend, dazu kommt ein weiteres schriftliches Fach, das ein Leistungskurs sein muss. Zwei weitere Fächer werden mündlich geprüft.
📝 Wichtig: Mathematik wird in Sachsen zwingend schriftlich geprüft – unabhängig davon, ob das Fach als Leistungskurs oder Grundkurs eingebracht wird. Eine rein mündliche Matheprüfung ist im sächsischen Abitur nicht vorgesehen.
Sachsen ist bundesweit bekannt für sein besonders hohes Anforderungsniveau – insbesondere in Mathematik und den Naturwissenschaften. Vergleichsstudien zeigen regelmäßig, dass sächsische Abiturienten im bundesweiten Vergleich stark abschneiden, besonders in MINT-Fächern.
| Prüfungsfach | Niveau | Form | Hinweis |
|---|---|---|---|
| 1. Prüfungsfach – Deutsch | Leistungskurs | schriftlich | Pflicht, Zentralabitur |
| 2. Prüfungsfach – Mathematik | Leistungskurs | schriftlich | Pflicht, Zentralabitur |
| 3. Prüfungsfach | Leistungskurs | schriftlich | Zentralabitur |
| 4. Prüfungsfach | Grundkurs | mündlich | Schuleigene Prüfung |
| 5. Prüfungsfach | Grundkurs | mündlich / BeLL | Wahlweise mündlich oder Besondere Lernleistung |
Das 5. Prüfungsfach kann durch eine Besondere Lernleistung (BeLL) ersetzt werden. Fremdsprachen oder Naturwissenschaften müssen unter den Abiturfächern vertreten sein. Deutsch und Mathematik sind Pflicht-Prüfungsfächer und können jeweils auf Leistungskurs- oder Grundkursniveau gewählt werden.
Wichtige LK-Pflicht-Regelung: In Sachsen muss mindestens einer der schriftlichen Leistungskurse entweder Mathematik oder Deutsch sein. Diese Regelung ist zwingend und schränkt die freie Wahl der Leistungskursfächer ein.
Termine für das Abitur Sachsen 2026
Die schriftlichen Abiturprüfungen beginnen in Sachsen voraussichtlich am 20. April 2026. Da Deutsch und Mathematik Pflichtprüfungen sind, liegen sie üblicherweise in der ersten Prüfungswoche. Die genauen Fachtermine werden vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus bzw. dem LASUB veröffentlicht.
Mündliche Prüfungen und BeLL-Kolloquien folgen in der Regel nach dem schriftlichen Block, meist im Mai oder Juni 2026.
Sachsens Besonderheit: Nur 2 Jahre Oberstufe
Eine der markantesten Besonderheiten des sächsischen Bildungssystems ist die zweijährige Oberstufe – bundesweit einzigartig in dieser Form:
- Klassenstufe 11 – Einführungsphase: Orientierung und Vorbereitung auf die Leistungskurswahl
- Klassenstufe 12 – Qualifikations- und Abiturjahr: Alle einzubringenden Kurshalbjahre und die Abiturprüfungen fallen in dieses Jahr
Das Abitur wird in Sachsen damit nach 12 Schuljahren abgelegt (G8), während die meisten anderen Bundesländer 13 Jahre vorsehen. Das bedeutet ein kompakteres, aber intensiveres Lernjahr in Klasse 12. In der Konsequenz ist der Lernstoff je Schuljahr dichter und das Tempo höher als anderswo.
Hohes Niveau in Mathematik und Naturwissenschaften
Sachsens Ruf für anspruchsvolle Prüfungsaufgaben in Mathematik ist bundesweit bekannt. Vergleichsstudien wie PISA und IQB zeigen, dass sächsische Schülerinnen und Schüler in Mathematik und den Naturwissenschaften regelmäßig zu den Besten Deutschlands gehören. Die Zentralabituraufgaben in Mathematik gelten als besonders anspruchsvoll – das Niveau ist bewusst hoch angesetzt, um einem starken MINT-Profil des Landes gerecht zu werden.
Bestehensregeln und Gesamtqualifikation
Das Sächsische Abitur gilt als bestanden, wenn alle folgenden Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
- Mindestens 100 Punkte in Block II (Prüfungsblock: schriftliche Fächer vierfach gewichtet)
- Mindestens 200 Punkte Gesamtqualifikation (Block I + Block II)
- In mindestens 3 der 5 Prüfungsfächer müssen mindestens 20 Punkte in vierfacher Wertung (entspricht 5 Notenpunkten) erzielt werden — davon mindestens 2 Leistungskursfächer
- Kein Prüfungsfach darf mit 0 Punkten abgeschlossen werden
- Die Pflichtfächer Deutsch und Mathematik müssen bestanden sein
Da Sachsen nur zwei Oberstufenjahre hat, sind weniger Kurshalbjahre in Block I einzubringen als in 13-jährigen Systemen. Das macht die Prüfungsleistungen in Block II vergleichsweise gewichtiger.
⚠️ Wichtige Bestehensregel: Wer im schriftlichen Teil eines Leistungskurses 0 Punkte erzielt, kann das Abitur in der Regel nicht bestehen — unabhängig von den übrigen Leistungen. Diese Regelung greift auch, wenn die Gesamtpunktzahl sonst ausreichend wäre.
⚠️ Deutsch und Mathematik als K.o.-Kriterium: Deutsch und Mathematik sind Pflicht-Prüfungsfächer (auf LK- oder GK-Niveau) und müssen jeweils bestanden werden. Wer in einem dieser beiden Fächer 0 Punkte schreibt, besteht das Abitur nicht — selbst bei ansonsten starken Leistungen in anderen Fächern.
Besondere Lernleistung (BeLL)
In Sachsen kann die Besondere Lernleistung (BeLL) als Ersatz für das fünfte mündliche Prüfungsfach eingebracht werden. Die BeLL ist eine umfangreiche eigenständige wissenschaftliche Arbeit zu einem selbst gewählten Thema, die über mehrere Monate entsteht und in einem abschließenden Kolloquium verteidigt wird. Sie eignet sich besonders für Schülerinnen und Schüler, die ein vertieftes Interesse in einem bestimmten Fachgebiet haben und eigenständiges wissenschaftliches Arbeiten zeigen wollen.
Die BeLL muss bis zu einem festgelegten Termin eingereicht werden. Anschließend findet ein Kolloquium statt, in dem die Arbeit mündlich verteidigt wird. Der zeitliche Rahmen für Einreichung und Kolloquium ist eng getaktet — eine frühzeitige Planung ist unbedingt erforderlich.
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